Frauen in der identitären Bewegung

BannerIdentitäre Frauen – zwischen Antisexismus und der Instrumentalisierung feministischer Politiken

Vortrag mit anschließender Diskussion
31. Januar | 20:00 Uhr | Hörsaal 17, Uni Bonn

Unter anderem als „Postergirls der Neuen Nazis“ (huffingtonpost) oder „rechtsextreme Grinsekatzen“ (Frankfurter Rundschau) werden die Frauen der Identitären Bewegung (IB) in deutschen Medien bezeichnet. Entgegen der sonst relativ häufig beobachtbaren Unterschätzung der politischen Motivation von rechten Frauen werden sie hier als Aktivistinnen und treibende Kräfte in der extremen Rechten wahrgenommen – wenngleich die Art und Weise der Darstellung häufig zu kritisieren ist.

Der Vortrag wirft einen Blick auf die geschlechterpolitische Denkweise der Identitären und deren vermeintlicher Modernisierungsversuche in diesem Feld. Die Referentin ist Soziologin und forscht zu Frauen in der extremen Rechten – insbesondere zu den Identitären und deren Geschlechterbild.

Rechte Aktivistinnen inszenieren sich in derzeitigen politischen Kampagnen als die „wahren Frauenrechtlerinnen“ und vertreten andererseits klar antifeministische Positionen. Gleichzeitig finden sich Facetten feministisch-emanzipatorischer Bestrebungen in ihren Argumentationen wieder – oftmals zur Instrumentalisierung für rassistische Zwecke. Auf diese widersprüchliche Thematisierung und Instrumentalisierung feministischer Forderungen und Werte wird im Vortrag näher eingegangen und die dahinterliegende Argumentationsstrategie beleuchtet.

Die Identitäre Bewegung ist ein zwar personell noch kleiner, aber wirkmächtiger Teil der außerparlamentarischen Neuen Rechten und ist gerade dabei, sich in der BRD als Institution des hippen rechten „Befreiungskampfs“ zu etablieren.

Die Veranstaltung wird organisiert von der Politischen Initiative „Never Forget“, unterstützt von der Antifaschistischen Organisation Bonn und gefördert durch das Studierendenparlament & das Kulturreferat des ASta der Uni Bonn.

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