Kategorie: Veranstaltungen

Die Rolle der Frauen im NS-Faschismus

Die Antifa Info-Kneipe am Samstag, 3. November findet in Kooperation mit dem Rhizom e.V. in der zur Zwischennutzung angemieteten alten VHS (Kasernenstr. 50) statt – Beginn um 19 Uhr

Der Vortrag zeichnet die Entwicklung der Rolle der Frau im deutschen Faschismus unter besonderer Berücksichtigung einer sich immer effizienter gestaltenden Ökonomie des Elends.

Von der Rolle der Hüterin von Haus, Hof und Familie bis hin zur aktiven Beteiligung an deutschen Großmachtsbestrebungen und Massenmorden wird auch anhand historischer Beispiele gezeigt, wie diese Entwicklung ihren Lauf nahm und propagandistisch begleitet wurde. Der Vortrag soll die oftmals unbeachtete Rolle der Frau – insbesondere als aktive Teilhaberin und Profiteurin an deutschen Verbrechen, beleuchten.

Im Anschluss soll der Frage nachgegangen werden, welche Parallelen zur faschistischen Mobilisierung einer neuen Rechten dieser Zeit gezogen werden können und zur Diskussion übergeleitet werden.

Perspektiven auf den NSU-Komplex

Perspektiven auf den NSU-Komplex

Wir organisieren zusammen mit der Politischen Initative „Never Forget“ die 7-teilige Veranstaltungsreihe „Perspektiven auf den NSU-Komplex“.

Alle Informationen & Termine der Veranstaltungsreihe findet ihr auf der Website: www.perspektivenaufdennsu.de

Folgt der Reihe auch auf Twitter oder liked ihre Facebook-Seite.

Seit November 2011 weiß die Öffentlichkeit, dass Neonazis über ein Jahrzehnt hinweg mindestens zehn Menschen ermordet, mindestens drei Bombenanschläge begangen und vierzehn Raubüberfälle begangen haben. Voraussichtlich Mitte des Jahres wird der Gerichtsprozess gegen Beate Zschäpe und vier Unterstützer des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) in München zu Ende gehen. In offizieller Darstellung steht damit der gesamte (noch lebende) NSU vor Gericht.

Doch eine wirkliche Aufklärung des NSU-Komplexes steht damit nicht bevor. Tatsächlich sind durch den Prozess und die parlamentarischen Untersuchungsausschüsse wesentlich mehr erschreckende Fragen aufgeworfen, als geklärt worden. So ist zwar die These eines isoliert handelnden Kern-Trios nicht mehr länger haltbar, die Ausmaße des Netzwerks, auf dass der NSU bei seinen Taten zurückgreifen konnte, und die Rolle des Staates und seiner Geheimdienste aber bei weitem nicht ausreichend aufgeklärt worden.

Daher wollen wir das Ende des NSU-Prozesses zum Anlass nehmen, in einer siebenteiligen Veranstaltungsreihe verschiedene Perspektiven auf den NSU-Komplex zu beleuchten um damit notwendige Fragen aufzuwerfen und Versuche zu wagen, diese zu beantworten und gemeinsam zu diskutieren. Dazu haben wir eine Auswahl hochkarätiger Referent*innen eingeladen die uns helfen sollen, den NSU als gesamten Komplex umfassend zu betrachten und die Gegebenheiten in Gesellschaft und staatlichen Institutionen zu verstehen, die dazu geführt haben, dass der NSU so lange ungehindert agieren konnte. Zum Abschluss der Reihe soll eine Podiumsdiskussion dazu beitragen, notwendige Konsequenzen aus dem NSU-Komplex zu ziehen.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.



Eine Veranstaltungsreihe der Politischen Initiative „Never Forget

Unterstützt durch:

Antifaschistische Organisation Bonn – AO [BN]
Studierendenparalament der Universität Bonn

Rosa Luxemburg Stiftung Nordrhein-Westfalen

Beueler Initiative gegen Fremdenhass

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der Neonazi-Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

13.12: Gegen die Vernetzung rechter Strukturen

Wir stellen uns quer! Gemeinsam gegen die Vernetzung rechter Strukturen!

Am 13.12 findet im Haus der Bonner Burschenschaft der Raczeks eine besorgniserregende Veranstaltung statt:

Ein Vortrag zum „Aufbau einer Jugendbewegung“, Referent ist Andreas Karsten von Kontra Kultur Halle, dem Hausprojekt der Identitären Bewegung (IB) in Halle (Saale).

Die ultrarechte Burschenschaft der Raczeks ist bekannt durch Forderungen wie beispielsweise nach dem Verbot der Aufnahme von Studenten in die Deutsche Burschenschaft, die „nicht dem deutschen Stamm“ angehören („Ariernachweis“). Außerdem sind diverse Mitglieder in rechter parlamentarischer sowie außerparlamentarischer Politik der Gegenwart und Vergangenheit in Erscheinung getreten – von AfD-Landesvorsitzenden bis zu Mitgliedern des rechtsterroristischen AB Mittelrhein und der 1995 verbotenen FAP. Die Identitäre Bewegung ist ein zwar personell noch kleiner, aber wirkmächtiger Teil der außerparlamentarischen Neuen Rechten und ist gerade dabei, sich in der BRD als Institution des hippen rechten „Befreiungskampfs“ zu etablieren.

Das Treffen am 13.12 hat dabei für beide Seiten strategisches Potenial:

Die IB braucht neue Standbeine und Unterstützer in der BRD, die Raczeks suchen Wege zu noch mehr politischem Einfluss.

Wir aber werden ein solches Treffen nicht stillschweigend hinnehmen oder tatenlos zusehen, wie sich rechte Kader vernetzen und ihre Strukturen ausbauen, um ihre Ideologie in die Gesellschaft und auf die Straße zu tragen.

Daher rufen wir euch auf, am 13.12. um 18.30 Uhr zum Hofgarten vor der Uni Bonn zu kommen, um gemeinsam ein entschiedenes Zeichen gegen Rassist*innen zu setzen!

Opfermythos Remagen zerstören!

Treffpunkt in Bonn: 9:40 Uhr \\ Gleis 1 \\ Bonn HBF

Am 18. November wollen sich – zum neunten Mal in Folge – Neonazis aus der gesamten Bundesrepublik in Remagen versammeln, um ihre besonders deutsche Variante der Geschichtsverklärung auf die Straße zu tragen. Das Bündnis „NS-Verherrlichung Stoppen!“ ruft dazu auf, nach Remagen zu kommen und den Faschist*innen einen kreativen und vielfältigen Protest entgegenzusetzen.

Tanzdemo: Opfermythos Remagen zerstören!

Wie jedes Jahr soll anhand der „Rheinwiesenlager“ der deutsche Opfermythos am Leben erhalten werden, während man Nationalsozialismus, Shoah und andere Verbrechen der Deutschen ausklammert, glorifiziert oder leugnet. Ähnlich wie bei der Bombardierung Dresdens wird von einem „Alliierten Kriegsverbrechen“ gesprochen und dabei die Schuld Deutschlands an Krieg und Holocaust relativiert.
Bis heute ist der Aufmarsch in Remagen ein wichtiges Datum für die Speerspitze der Neonaziszene in Deutschland: Alle zentralen Figuren des Aufmarsches sind seit Jahren militant aktiv und in rechtsterroristischen Kreisen bestens vernetzt. Gerade nach dem Scheitern des Prozess gegen die Organisatoren des 2012 verbotenen „Aktionsbüro (AB) Mittelrhein“, ist diese Szene wieder gestärkt. Gleichzeitig bemüht sich die AfD, die Wehrmacht von ihren Verbrechen freizusprechen, die Soldaten NS-Deutschlands zu Helden zu stilisieren und einen Wechsel in der „dämlichen Bewältigungspolitik“ einzufordern, womit sie die geschichtsrevisionistische Position der aufmarschierenden Nazis wieder mehrheitsfähig macht.

Aber während die Faschist*innen um ihre vermeintlichen Opfer trauern, feiern wir dieses Jahr – in einer etwas anderen Form – das mit der Besatzung der Rheinwiesen verbundene Ende ihres Vernichtungsfeldzugs und machen ihren Trauermarsch somit zur Farce.

Denn gerade jetzt, wo den deutsch-autoritären Sehnsüchten wieder nachgekommen wird und der rechte Rand die Parlamente zurückerobert, ist es umso notwendiger zu zeigen, dass dem geschichtsverklärenden Gedankengut keine Bühne geboten werden darf!

Kommt am 18. November mit uns in Remagen auf die Straße, um den Neonazis ihre Grenzen aufzuzeigen!

AIKB: Soziale Netzwerke, Bewegungen und Populismus.

Die Digitalisierung nahezu aller Lebensbereiche bringt uns nicht nur überall und jederzeit verfügbare Katzenvideos – Neben allerlei
Annehmlichkeiten, die sie uns bringt, verändert sie Gesellschaften, deren Vernetzungen, die Kommunikation unter Individuuen und die Zurichtung dieser Individuen durch die Gesellschaft.

Dass soziale Medien eine nicht zu verachtende Rolle im politischen Geschehen eingenommen haben, ist nicht mehr zu übersehen. Als Beispiele seien an dieser Stelle Propagandaaktionen der Alt-Right-Bewegung in Nordamerika bzw. der „Neuen Rechten“ und der Identiären Bewegung in Europa sowie gezielte Manipulation des Daten- und Informationsflusses als Teil rechter Wahlkampfbestrebungen, genannt.

Wie werden also soziale Medien durch verschiedene Akteur*innen genutzt?
Was bedeutet das für verschiedene politische Akteur*innen?
Welche Möglichkeiten und Gefahren bieten die Entwicklungen für eine radikale Linke?

Diese Fragen möchten wir mit euch bei der nächsten Antifa-info-Kneipe in Bonn diskutieren. Wir treffen uns am Samstag, den 4 November um 19:00 Uhr im Buchladen Le Sabot (Breite Str. 76, 53111 Bonn) und beginnen mit einem Vortrag von Max Schnetker* zu Sozialen Netzwerken und Populismus, um dann anschließend in die Diskussion einzusteigen.

*Max Schnetker beschäftigt sich u.a. mit den Auswirkungen der
Digitalisierung auf Gesellschaft und ist Teil der Redaktion Tsveyfl –
Dissensorientierte Zeitschrift. Dort veröffentlichte er zuletzt auch
einen Artikel zum Thema Herrschaft & soziale Medien (Herrschaft in Zeiten sozialer Medien)

Antifa-Info-Kneipe: „Atomare Rüstung im Kalten Krieg und Heute“

Antifa Info Kneipe im Juli: Ausflug zum Friedensweg in Alfter mit Spaziergang, Vortrag, Picknick und Infos zu den G20-Protesten in Hamburg

Wir treffen uns am Samstag, den 1. Juli 2017 um 17 Uhr an der U-Bahnstation Hauptbahnhof Gleis 3 Richtung Köln und fahren zum Friedensweg nach Alfter. Nach einem Spaziergang (ca. 2 Stunden) mit kleineren Vorträgen zum Thema gibt es ein Picknick mit Getränken und Snacks. Hier werden noch Informationen zu den G20 Protesten eine Woche später ausgetauscht. Ende offen! Bringt festes Schuhwerk und Wasser mit.

Im Jahr 1978 schuf Wilhelm Maucher den Friedensweg in Alfter. Er selbst bezeichnete sich als den rebellischen Geist vom Vorgebirge. In den letzten Kriegsjahren musste er sich vor dem NS Regime verstecken. Er legte sich mehrfach mit der Amtskirche an und verließ in den 50er Jahren die CDU, weil er die Wiederbewaffnung West-Deutschlands nicht mit seiner pazifistischen Einstellung vereinbaren konnte. Der Friedensweg richtet sich gegen die Aufrüstung mit Atomwaffen und setzt sich für einen friedlichen, demokratischen gesellschaftlichen Weg ein. Er hat nicht an Aktualität verloren, denn eine atomare Abrüstung hat nie stattgefunden und immer mehr Staaten investieren in aktuelle Atomtechnologie. Auch wenn Deutschland keine eigenen Atomwaffen besitzt, spielt für Deutschland die Modernisierung der taktischen Atomwaffen eine große Rolle, schließlich sollen diese im Kriegsfall unter anderem mit dem Kampfjet Tornado abgeworfen werden.

Gemeinsam gegen die „Vaterlandsverräter“: Türkische NationalistInnen von AKP bis MHP

Vortrag & Diskussion mit Ismail Küpeli, Politikwissenschaftler und Historiker über die Verbindungslinien und Widersrpüche des türkischen Nationalismus

Sonntag, 21. Mai | 17:00 Uhr | Deutsch-Kurdisches Kulturhaus e.V, Bornheimerstr. 88, 53111 Bonn

Gemeinsam gegen die „Vaterlandsverräter“: Türkische NationalistInnen von
AKP bis MHP

Seit Gründung der Türkischen Republik konnten die Herrschenden darauf setzen mit der Hetze gegen vermeintliche „Vaterlandsverräter“ und „Separatisten“ den hegemonialen rechten Block in der türkischen Bevölkerung hinter sich zu sammeln. Dies ist eine Konstante der türkischen Geschichte und nicht etwas, worauf nur Erdogan und die AKP zurückgegriffen hätten. Aber auch die aktuellen Entwicklungen in der Türkei seit 2015 (Krieg gegen die kurdische Bevölkerung und die Etablierung des autokratischen Präsidialsystems) lassen sich ohne die Wirkmächtigkeit des türkischen Nationalismus nicht erklären.

  • Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Zwischen Parlamentarismus & Terrorismus – Die Rechte in Europa“ statt.
  • Organisiert von der Antifaschistischen Organisation Bonn – AO [BN] und der Kulturgruppe Erinnern und Gedenken
  • Unterstützt durch das Kulturreferat des AStA der Uni Bonn

Antifa Info Kneipe Bonn

Die Antifa Info Kneipe Bonn (AIKB), ist eine Veranstaltung, die jeden ersten Samstag im Monat um 19:00 Uhr stattfindet. Der Ort wird aktuell für jeden Monat einzeln bekannt gegeben. Bei der AIKB gibt es einen interessanten Vortrag mit anschließender Diskussion, sowie nette Gespräche bei leckerem Essen gegen Spende sowie kalte Getränke zu fairen Preisen.
Die Kneipe dient zum Austausch von Menschen die sich für antifaschistische Politik interessieren, selber linke Politik machen oder einfach nur ihr Wissen erweitern wollen.

AIKB-Logo

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Libertäre 1.Mai Demo in Bonn

Auch dieses Jahr wird es wieder einen Libertären 1.Mai in Bonn geben, der von diversen Gruppen aus dem Raum Köln/Bonn organisiert wird.

Beginn der Demo ist um 14 Uhr am Kaiserplatz. Anschließend wird es ab 16 Uhr wieder ein Straßenfest auf dem Frankenbadplatz in der Altstadt geben.

ASJ Bonn
about:fem
Anarchistisches Kollektiv Köln
JAB – Junge Antifa Bonn
Liste undogmatischer StudentInnen – LUST
LIZ Bonn
Refugees Welcome Bonn e.V.